Abteilung für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Ambulante Operation und ambulante Anästhesie

Von einer ambulanten Operation wird gesprochen, wenn Sie die Nächte vor und nach einem Eingriff zu Hause verbringen. Eine ganze Anzahl von Eingriffen ist für eine solche ambulante Durchführung geeignet. Um Komplikationen zu vermeiden und Ihnen Unannehmlichkeiten zu ersparen, sind allerdings einige Vorbereitungen zu treffen und einige Regeln zu beachten.

In den Tagen vor dem Eingriff

In der Regel werden Sie von Ihrem Operateur über den vorgesehenen Eingriff aufgeklärt. Je nach Art der Operation werden bei diesem Gespräch bereits Nachsorge- oder Krankengymnastiktermine vereinbart, um den Behandlungserfolg sicherzustellen. Außerdem erhalten Sie einen gelben Aufklärungsbogen „Narkose“, den Sie bitte sorgfältig durchlesen und ausfüllen.
Wenn Sie durch unsere chirurgische Abteilung operiert werden, findet das Anästhesiegespräch direkt im Anschluss an das Aufklärungsgespräch mit dem Operateur statt. Sollten Sie durch Belegärzte behandelt werden, kommen Sie bitte zu uns in die Anästhesiesprechstunde (Montags – Freitags 08:00 bis 15:00 Dr. Urbach oder diensthabender Anästhesist). Sie können aber auch gerne telefonisch nachfragen, ob in ihrem Fall ein persönliches Erscheinen erforderlich ist (Tel. 04351-882-0).
In dem Gespräch mit Ihrem Anästhesisten wird dieser Sie über eventuell bei Ihnen bestehende Erkrankungen befragen, notwendige Voruntersuchungen veranlassen und die Einnahme von Medikamenten besprechen, die Sie regelmäßig einnehmen. Beispielsweise müssen Aspirin mindestens fünf, und metforminhaltige Medikamente mindestens zwei Tage vor einer Operation abgesetzt werden. Und wir besprechen ausführlich die Art der Narkose, ob Vollnarkose oder Teilnarkose für Sie das Beste ist.
Außerdem wird Ihr Anästhesist sich vergewissern, dass Sie nach dem Eingriff abgeholt und zu Hause durch eine Betreuungsperson Ihrer Wahl versorgt werden können, und dass kein akuter Infekt der Atmungsorgane oder des Magen-Darm-Traktes vorliegt.

Am Tag des Eingriffs

Bleiben Sie am Morgen der Operation für uns telefonisch erreichbar — falls sich Ihr Termin ändert, müssen wir Sie anrufen können. Dadurch können Ihnen auch unnötige Wartezeiten erspart werden. Sollten Sie Fieber über 37,5°C, Husten, Schnupfen oder einen anderen Infekt bekommen, setzen Sie sich bitte umgehend mit uns in Verbindung, da der Eingriff dann gegebenenfalls zur Vermeidung von Komplikationen verschoben werden muss.
Kommen sie zum verabredeten Termin bitte zu uns ins Krankenhaus. In der Patientenaufnahme im Erdgeschoss können Sie sich anmelden und gehen von dort direkt auf ihre Station (OKC 3. Stock, Gynäkologie 2. Stock, Kinderstation Erdgeschoss). Dort werden Sie von den Schwestern schon erwartet. Sie bekommen ihr Zimmer und Bett.

Vor dem Eingriff

  • dürfen Erwachsene sechs Stunden nichts essen und nicht rauchen. Klare Flüssigkeiten, wie Wasser, Tee, schwarzer Kaffee sind bis 2 Stunden vor der Operation erlaubt.
  • dürfen Medikamente, auch solche, die regelmäßig eingenommen werden, nur nach Absprache mit dem Anästhesisten genommen werden.
  • müssen Kontaktlinsen, herausnehmbare Zahnprothesen und Schmuck abgelegt und sicher aufbewahrt werden.
  • sind Make-up und Nagellack zu entfernen, da sie die Beurteilung der Hautfarbe und die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut erschweren.

Bringen Sie bitte mit

  • Ihre Krankenversichertenkarte
  • ggf. die ausgefüllten Aufklärungsbögen für Operation und Anästhesie
  • ggf. die Ergebnisse von Voruntersuchungen (z. B. Laborwerte, EKG, Röntgenaufnahmen)
  • ggf. Ihren Blutgruppenausweis oder Mutterpass
  • bequeme Kleidung, die sie auch über evtl. angelegten Verbänden tragen können
  • etwas zu essen und zu trinken. Sobald Ihr Anästhesist es erlaubt, können Sie nach dem Eingriff etwas zu sich nehmen.
  • etwas zu lesen zur Verkürzung von Wartezeiten und Ablenkung von Unannehmlichkeiten.
  • keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen

Die von Ihnen bestimmte Begleit- und Betreuungsperson für die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff sollte bereits unmittelbar nach dem Eingriff für uns telefonisch erreichbar und verfügbar sein. Diese Person darf Sie nicht allein lassen und soll sich um Sie kümmern können.

Nachdem Sie Ihr Anästhesist und Ihr Operateur auf Station begrüßt haben und Ihre abschließenden Fragen geklärt sind, erhalten Sie je nach Art des Eingriffs bereits vor der Operation auf der Station ein schmerzstillendes Zäpfchen als Basis für die postoperative Schmerztherapie. Dieses Zäpfchen führen Sie bitte in den Enddarm ein, wenn Sie kurz vor dem Eingriff nochmals die Blase entleeren.
Anschließend werden Anästhesie und Operation wie mit Ihnen besprochen durchgeführt.
Sie sollten nach der Operation keine Schmerzen haben! Sagen Sie bitte Bescheid, wenn es anfängt zu schmerzen, damit wir ihnen ausreichend Schmerzmittel geben können. Nach einer Anästhesie kann es zu Blutdruckschwankungen kommen. Stehen Sie also nach dem Eingriff nicht allein auf, sondern bitten Sie das Pflegepersonal um Unterstützung, auch wenn Sie sich kräftig genug fühlen.

Zu Hause

Es ist wichtig, daß Sie sich schonen, auch wenn Sie sich nur wenig beeinträchtigt fühlen. Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge.

Schmerzstillende Medikamente für die erste Nacht werden Ihnen nach Hause mitgegeben.

Rauchen in den ersten 24 Stunden nach einem Eingriff kann die Wundheilung beeinträchtigen. Trinken Sie auf keinen Fall Alkohol, da dieser die Wirkung noch nicht abgeklungener Anästhesiemedikamente verstärken kann und die Wirkung von Schmerzmedikamenten verändert. Nehmen Sie aus dem gleichen Grund Beruhigungs- oder Schlafmittel nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Sie dürfen in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, weder als Auto-, Fahrrad- oder Motorradfahrer noch als Fußgänger. Während dieser Zeit dürfen Sie auch keine Maschinen bedienen, mit denen Sie sich oder andere gefährden können. Außerdem sollten Sie keine wichtigen Entscheidungen treffen oder Verträge unterzeichnen.

Mit Ihrem behandelnden Arzt sollten Sie sich insbesondere in Verbindung setzen bei

  • Anstieg der Körpertemperatur über 38,5°C
  • erschwerter Atmung
  • außergewöhnlichen Schmerzen, starker Schwellung oder Rötung des Wundbereiches fortdauernder Übelkeit und Erbrechen
  • ungewöhnlichen Rücken- oder Ischiasschmerzen, starken Kopfschmerzen oder Nackensteife
  • Nachblutungen, die nach kleinen gynäkologischen Eingriffen Regelblutungsstärke deutlich übersteigen
  • Schüttelfrost, auffallender Blässe, Kribbelempfindungen, Taubheitsgefühl, Schwellungen, Blau- oder Weißverfärbungen von Fingern oder Zehen nach Anlage eines festen Verbandes oder eines Gipsverbandes

Bitte seien Sie am Abend nach dem Eingriff telefonisch erreichbar, damit Ihre behandelnden Ärzte sich gegebenenfalls nach Ihrem Befinden erkundigen können.

Was ist ambulante Anästhesie?
Was wird im Vorbereitungsgespräch besprochen?
Was geschieht in der Klinik?
Was ist zu Hause zu beachten?


Dr. Andreas Kirchmann
Chefarzt der Abteilung
stellv. Ärztlicher Direktor der imland Kliniken 

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Antje Erdmann
Sekretariat

Tel 04351 882-438
(07:30 Uhr - 13:30 Uhr)

Tel 04351 882-0 (sonst)
Fax 04351 882-550
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Aktuelle Informationen der gGmbH

24.01.2012
26.01.2012
Rendsburg, 26. Januar 2012 – Ab 1. Februar übernimmt Dr. Zita Krasemann als Chefärztin die Leitung der Geriatrie der imland Klinik Rendsburg.
02.02.2012
Rendsburg, 01. Februar 2012 – Vom 3. – 24. Februar 2012 haben Frauen zwischen 50 und 69 erneut die Möglichkeit, eine Früherkennungsuntersuchung durchführen zu lassen.
10.02.2012
Freitag, 10. Februar 2012, 17.30 Uhr
10.02.2012
Jeden Freitag um 15 Uhr treffen wir uns im 4. Stock, Raum 462, der imland Klinik Eckernförde.



imland Klinik Eckernförde

Schleswiger Str. 114-116
24340 Eckernförde

Tel. 04351 882-0